2015–2020: Gemeinschaft im Wandel

2015–2020 · Gemeinschaft im Wandel

Verbindungen bewahren.
Neue Wege finden.

Ein Jubiläum, beständige Hilfsarbeit und ein unerwarteter Einschnitt.

Bewährtes weitertragen

Auch in der zweiten Hälfte der zehner Jahre blieben unsere gewachsenen Aufgaben wichtig. Stollenverkauf, Schulprojekte und internationale Freundschaften gehörten zum Clubleben. Sie verlangen Jahr für Jahr Vorbereitung und viele helfende Hände. Zugleich wollten wir offen bleiben für neue Ideen und Menschen, die sich mit uns engagieren möchten.

Fünfzig Jahre Charter

2017 feierten wir das fünfzigjährige Jubiläum unserer Charterübergabe. Ein solcher Geburtstag lädt zum Erinnern ein: an die Gründer, an Freundschaften und an die vielen Menschen, die unseren Club geprägt haben. Er macht aber auch sichtbar, was über ein halbes Jahrhundert hinweg gewachsen ist. Die Vorbereitung und die Feier brachten uns zusammen und gaben Anlass, über unseren weiteren Weg nachzudenken.

Gemeinschaft unter veränderten Bedingungen

Beruf und Familie beanspruchen unsere Mitglieder unterschiedlich stark. Regelmäßige Teilnahme und die Übernahme eines Amtes lassen sich nicht für alle gleich leicht mit dem Alltag verbinden. Das fordert uns als Gemeinschaft. Wir brauchen Formen der Zusammenarbeit, die Freude machen und Raum zum Mitwirken lassen. Zugleich müssen wir uns auf vereinbarte Aufgaben verlassen können. Erfahrungen weiterzugeben und Ergebnisse festzuhalten hilft denen, die eine Aufgabe anschließend übernehmen.

Hilfe bleibt persönlich

Die Zusammenarbeit mit Schulen setzte sich fort. Dazu gehörte auch das Frühstücksprojekt an der Peter-Ustinov-Schule. Bei solchen Aufgaben wird unser gemeinsames Ziel besonders anschaulich: Kindern gute Voraussetzungen geben und ihnen Möglichkeiten eröffnen. Ob Ernährung, Musik oder praktisches Tun – unsere Hilfe gewinnt dort an Wert, wo sie mit Aufmerksamkeit und persönlichen Begegnungen verbunden ist.

Ein Einschnitt, mit dem niemand gerechnet hatte

Im Frühjahr 2020 veränderte die Corona-Pandemie unser Clubleben grundlegend. Vertraute Treffen konnten nicht mehr stattfinden. Die Mitgliederversammlung im März wurde als digitale Abstimmung organisiert. Jürgen Hinneburgs Präsidentenjahr endete unter Bedingungen, die es in dieser Form in unserer Clubgeschichte noch nicht gegeben hatte. Wir mussten neue Wege finden, um in Verbindung zu bleiben und gemeinsame Entscheidungen zu treffen.

Den Auftrag bewahren

Auch unsere Activities brauchten andere Lösungen. Im Herbst 2020 stand fest, dass das gemeinsame Stollenbacken in Dresden und die gewohnten Weihnachtsmärkte ausfallen würden. Wir suchten nach Möglichkeiten, den Verkauf und damit die Hilfsarbeit dennoch fortzuführen. Gerade in solchen Zeiten zeigt sich, was uns verbindet: Unsere Gemeinschaft lebt von persönlichen Begegnungen, ihr Auftrag reicht aber über die vertrauten Abläufe hinaus.

Die Geschichte bleibt offen

Unser Club hat sich seit 1966 verändert und wird sich weiter verändern. Aus einem Herrenclub ist eine Gemeinschaft mit weiblichen und männlichen Mitgliedern geworden. Lebensumstände, Erwartungen und Formen des Engagements wandeln sich. Was bleibt, ist unsere gemeinsame Entscheidung, Verantwortung zu übernehmen und zu helfen. Die Geschichte bis 2020 zeigt viele Wege, diesen Auftrag zu leben. Über spätere und aktuelle Aktivitäten berichtet unsere laufende Clubwebsite.

Zusammengestellt von Detlef Lehner nach dem Präsidentenbuch und weiteren Unterlagen zur Clubgeschichte. Aktuelle Clubberichte