1990–2000: Engagement

1990–2000 · Engagement im Wandel

Gemeinsam
etwas bewegen.

Aus Hilfsaktionen werden dauerhafte Beziehungen. Neue Projekte, neue Mitglieder und die Leos führen den Club ins nächste Jahrzehnt.

Lionsfreunde bei einem Besuch im Julianenhof
Besuch im Kinderheim Julianenhof in Havelberg. Historisches Foto aus dem Präsidentenbuch.
1990/91Spiel- und Klanggarten im LBZB
1991/92Die Verbindung zu Havelberg beginnt
1997/98Skaterbahn gemeinsam fertiggestellt
1999/2000Leos und neue Mitglieder im Fokus

Neue Verbindungen, konkrete Aufgaben

Die neunziger Jahre verbanden vertraute Aufgaben mit neuen Möglichkeiten. Der Club pflegte seine internationalen Freundschaften, begleitete Einrichtungen in Hannover und knüpfte Kontakte in den neuen Bundesländern. Immer wieder wird in den Berichten deutlich: Hilfe sollte durch persönliche Begegnungen getragen sein.

Hans-Albert Ahrens richtete sein Präsidentenjahr 1990/91 auch auf Hannover aus. Das Stadtjubiläum bot Anlass, Kunst, Wissenschaft und die Entwicklung der Stadt kennenzulernen. Zugleich arbeitete der Club an einem Spiel- und Klanggarten für das Landesbildungszentrum für Blinde. Vom Herbst bis ins Frühjahr brachten Mitglieder ihre Zeit und praktische Arbeit ein.

Begegnung im Freien beim Landesbildungszentrum
Foto aus dem Bericht von Hans-Albert Ahrens, 1990/91.

Freundschaft zwischen drei Clubs

Die Beziehungen zu Karmsund und Blackmore Vale waren inzwischen fest im Clubleben verankert. Im Mai 1991 kamen Gäste beider Freundschaftsclubs nach Hannover. Über 40 Freunde zu betreuen war eine besondere gemeinsame Aufgabe.

Der Jugendaustausch mit Karmsund und die gegenseitigen Besuche machten die Jumelagen zu mehr als offiziellen Verbindungen. Sie öffneten den Familien und jüngeren Beteiligten den Weg zu persönlichen Freundschaften.

Havelberg wird zur dauerhaften Verbindung

Im Amtsjahr 1991/92 von Gerhard Dohr entstand der Kontakt zum Kinderheim Julianenhof in Havelberg. Der erste Beitrag galt der Anschaffung von Spielgeräten. Doch von Anfang an sollte die Hilfe über eine Geldspende hinausgehen: Besuche und persönliches Kennenlernen sollten die Verbindung vertiefen.

Die Zusammenarbeit setzte sich über die folgenden Jahre fort. 1998 besuchten die Mitglieder den Julianenhof und erlebten die Einweihung eines Therapiebades. Gespräche und gemeinsame Erlebnisse ließen aus einem Hilfsprojekt eine langfristige Beziehung entstehen.

Können und Ideen sichtbar machen

Unter Rolf Ruge 1993/94 führte der Club seine Kontakte zum Landesbildungszentrum für Blinde weiter. Bei der Distriktversammlung in Neustadt am Rübenberge präsentierte er gemeinsam mit einem Korbflechtmeister und Jugendlichen die dort gefertigten Waren und Spielzeuge.

Die Präsentation machte Fähigkeiten sichtbar und verband den Verkauf mit Informationen über die weiteren Activities. Der Distriktgovernor würdigte den Auftritt laut Bericht mit einer Prämie für die Activity-Kasse.

Wissen teilen, Gemeinschaft stärken

Die Clubabende lebten von der Vielfalt der Mitglieder. Unter Gunnar Claas 1995/96 reichten die Themen von Kultur und Natur über Recht und Technik bis zu Reiseerfahrungen. Eigene Beiträge und Gastvorträge ergänzten einander.

Wilhelm Schäfer stellte sein Jahr 1996/97 unter das Leitmotiv „Auf dem Weg ins 21. Jahrhundert“. Der Club beschäftigte sich mit kommenden Herausforderungen und neuen Ideen für Kinder und Jugendliche. Die Überlegungen zu einem Discovery-Museum blieben in dieser Phase ein Vorhaben; der Bericht belegt noch keine spätere Verwirklichung.

Eine Skaterbahn aus gemeinsamem Einsatz

Ein greifbares Ergebnis war die Skaterbahn für das Landesbildungszentrum für Blinde. Mittelbeschaffung und Planung begannen unter Wilhelm Schäfer. Im Amtsjahr 1997/98 von Hans-Georg Pott wurde das Projekt gemeinsam zum Abschluss gebracht und übergeben.

Spenden, Bauleitung, praktische Arbeitseinsätze und die Versorgung der Helfer trugen dazu bei. Pott beschrieb die Erfahrung als Beispiel dafür, was gemeinsame Aktivität bewirken kann.

Neue Mitglieder und starke Leos

Wolfgang Plinke setzte 1998/99 Schwerpunkte auf die Mittelbeschaffung für Hilfsprojekte und die Gewinnung neuer Mitglieder. Fünf neue Lions konnte der Club in diesem Jahr begrüßen. Der Besuch in Blackmore Vale zum zehnten Jumelagejubiläum verband den Blick nach vorn mit gewachsener Freundschaft.

Im folgenden Jahr rückte Dieter von Herz die Kontakte zu den Leos und die Einbindung neuer Mitglieder besonders in den Mittelpunkt. Gemeinsame Abende, Unterstützung bei Veranstaltungen und ein Benefizkonzert verbanden die Generationen.

Havelberg, das Landesbildungszentrum und das Altenwerk blieben wichtige Aufgaben. Zum Jahrtausendwechsel zeigte sich ein Club, der auf bewährten Beziehungen aufbaute und zugleich neue Mitglieder, Ideen und Hilfsprojekte aufnahm.

Zusammengestellt von Detlef Lehner nach dem Präsidentenbuch und weiteren Unterlagen zur Clubgeschichte. Aktuelle Clubberichte