Freundschaft
über Grenzen hinweg.
Gemeinsam helfen, voneinander lernen und neue Verbindungen knüpfen: Ein Jahrzehnt öffnet den Club nach außen.

Hilfe, die persönlich bleibt
In den achtziger Jahren gingen die bewährten Activities weiter: der Kuchenverkauf im Tiergarten, die Betreuung des Altenwerks Anderten und die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen. Die Berichte zeigen, wie eng diese Aufgaben mit persönlichen Begegnungen verbunden waren.
Partnerinnen und Leos trugen wesentlich dazu bei. Sie backten Kuchen, verkauften Kaffee, organisierten mit und brachten eigene Ideen ein. Martin Athenstedt hielt für sein Amtsjahr 1982/83 fest, dass die Partnerinnen bei etwa der Hälfte der Veranstaltungen dabei waren.
Gemeinsam neue Wege gehen
Unter Dirk Böringer 1983/84 rückte ein neues Hilfsprojekt in den Mittelpunkt. Der Club unterstützte Menschen, die sich aus der Drogenszene lösen wollten, bei einem Aufenthalt im Gästehaus „Neues Land“. Aus dem zunächst auf ein Jahr angelegten Vorhaben entwickelte sich nach seinem Bericht eine längerfristige Activity der Zone unter Federführung unseres Clubs.
Auch die Hilfe für die Landesblindenanstalt blieb konkret. Aus Erlösen des Kuchenverkaufs wurden Tandems angeschafft. Später fuhren Lionsfreunde gemeinsam mit sehbehinderten Menschen auf diesen Rädern – eine Verbindung von Unterstützung, gemeinsamer Bewegung und persönlichem Kennenlernen.
Junge Gäste aus Norwegen
Die internationalen Kontakte bekamen zunehmend ein Gesicht. Im Amtsjahr 1984/85 von Hans-Werner Meineke verbrachten 14 junge Gäste aus Norwegen zwei erlebnisreiche Wochen in Hannover und Umgebung. Lions, Partnerinnen und Leos gestalteten den Aufenthalt gemeinsam.
Solche Begegnungen vertieften die Beziehungen über Ländergrenzen hinweg. Aus Besuchen und Kontakten konnte eine dauerhafte Freundschaft werden.
Aus Kontakten wird Jumelage
Heinz-Ulrich Scharf hatte sich für 1986/87 vorgenommen, das Gespräch im Club zu stärken und neue Mitglieder besser einzubinden. Sein Jahr entwickelte sich zugleich zu einem Jahr der Öffnung nach außen: Der Club feierte die Jumelage mit den norwegischen Freunden aus Karmsund.
Die gemeinsame Vorbereitung wirkte auch nach innen. Viele Gespräche, Absprachen und helfende Hände waren nötig, bis das Programm stand. Scharf beschrieb gerade diese Arbeit als Erfahrung, die die Mitglieder einander näherbrachte.
Eine Jumelage – eine Freundschaft zwischen Clubs verschiedener Länder – sollte für ihn durch persönliche Kontakte lebendig bleiben, über die offiziellen Begegnungen hinaus.

Ein Jubiläum mit Musik
Zum zwanzigsten Charterjubiläum im November 1987 setzte der Club einen besonderen Akzent: ein Konzert für Bewohner von Altenheimen. Hans-Georg Herrmann erinnerte an die dankbaren Reaktionen der Gäste und die gemeinsame Leistung, die eine solche Veranstaltung möglich machte.
Im Club wurde zugleich lebhaft über die eigenen Aufgaben diskutiert: Hilfsarbeit im Umfeld, persönliche Begegnungen, die Einbindung neuer Mitglieder und internationale Freundschaften. Das Jubiläum wurde so zum Anlass, zurückzublicken und die nächsten Schritte zu bedenken.
Freundschaft mit Blackmore Vale
Im Präsidentenjahr 1988/89 von Torsten Quidde kam eine weitere internationale Verbindung hinzu. Vom 28. April bis zum 1. Mai 1989 waren 17 Gäste aus Südengland in Hannover. Am 29. April besiegelten die Clubs ihre Freundschaft in den Räumen des Hannoverschen Ruderclubs.
Ein Empfang im Rathaus, Ausflüge nach Celle und in die Herrenhäuser Gärten sowie Einladungen in die Häuser der Mitglieder verbanden den offiziellen Anlass mit persönlichem Kennenlernen. Die Gäste des Lions Club Blackmore Vale wurden als Freunde verabschiedet.
Die neue Verbindung führte auch zu gemeinsamer Hilfe: Nach Quiddes Bericht unterstützten beide Clubs Schülerinnen und Schüler in Malawi durch Stipendien.
Ein Jahrzehnt endet im Wandel
Dieter Laengner führte den Club 1989/90 zu Ausflügen und Begegnungen im Calenberger Land. Natur, Geschichte und Kultur der Region prägten das Programm. Die Unterstützung von Aus- und Übersiedlerfamilien erweiterte die Hilfsarbeit.
Die Öffnung der Berliner Mauer im November 1989 fand auch im Clubleben ihren Widerhall. Laengner erinnerte daran, wie er das Ereignis auf der kurz darauf stattfindenden Ladies Night hervorhob. Glückwünsche der englischen Lionsfreunde zeigten für ihn, dass die internationale Lionsfamilie über Grenzen hinweg verbunden war.
Zusammengestellt von Detlef Lehner nach dem Präsidentenbuch und weiteren Unterlagen zur Clubgeschichte. Aktuelle Clubberichte